DAKIS Pilotregion Bayern

Die zweite DAKIS Pilotregion befindet sich im niederbayerischen Isar-Inn-Hügelland und dem angrenzenden ebenen Inntal, im Landkreis Passau. Im Hügelland stellt der Erosionsschutz auf landwirtschaftlich genutzten Flächen eine besondere Herausforderung dar. Der jährliche Bodenabtrag durch Wassererosion kann bis zu 10 t pro Hektar betragen und erfordert besonders auf Ackerflächen ein angepasstes Management (z.B. eine ganzjährige Bodenbedeckung). Aufgrund des Reliefs variieren ertragsbestimmende Faktoren wie Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit sowie die Sonneneinstrahlung und Bodenverhältnisse auf engstem Raum. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen des Inntals sind dagegen deutlich homogener und einfacher zu bewirtschaften. Die jährlichen Niederschläge betragen ca. 920 mm, die Jahresdurchschnittstemperatur in Passau liegt bei 8,9 °C. Die mittleren Ackerzahlen liegen bei ca. 55 bis 60. Aufgrund der gegebenen Umweltbedingungen, werden vor allem Kulturen wie Mais, Raps und Weizen angebaut.

Die Pilotregion ist durch eine klein strukturierte Landwirtschaft geprägt. Die durchschnittliche Schlaggröße liegt bei unter 2 Hektar wobei auch die Betriebe nur ca. 26 Hektar groß sind. Dies zeigt sich auch an einem deutlich höheren Arbeitskräftebesatz von bis 5 AK pro 100 ha während in Brandenburg im Schnitt maximal 2,5 AK pro ha beschäftigt werden. Die Landwirtschaft ist daher auch ein fester Bestandteil der Gesellschaft.

Durch die Kleinstruktur und das Relief haben sich an Grenzen zu benachbarten Feldern, Waldstücken und Bächen Strukturelemente wie Hecken, Feldgehölze, Einzelbäume, Gräben, Bäche und Quellen etabliert, die einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten und deren Schutz in den vergangenen Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat.

Feldgröße Pilotregion Bayern